WBF stellt trotz gegenteiliger Studien keine Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunk fest

Das Handy in der Hosentasche
Das Handy in der Hosentasche

Der Wissenschaftliche Beirat Funk (WBF) des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr ist der Ansicht, dass Handys und Mobilfunk-Masten für die Gesundheit unbedenklich sind.

Zu dieser Erkenntnis kommt der Beirat, da gegenteilige Beweise bisher fehlen, daher gelte die Unschuldsvermutung. Das Gremium hat 129 internationale, 2009 erschienene diesbezügliche Studien bewertet – darunter Arbeiten zu den Auswirkungen elektromagnetischer Wellen auf die Gehirnaktivität, Strahlungsexposition  in Schlafzimmern bei nächtens eingeschalteten Handys und Mobilfunk und Krebs.

 “Alles in allem sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass es bei Einhaltung der gültigen Grenzwerte keinen wissenschaftlichen Nachweis für eine Gesundheitsgefährdung durch den Mobilfunk gibt”, sagte Norbert Vana, Vorsitzender des WBF, vor Journalisten am Donnerstag. “Die Handy-Technologie ist erst 20 Jahre alt. Uns liegen keine aussagekräftigen Studien über die Langzeitwirkung vor.” räumte Vana allerdings ein und riet daher zu einem “umsichtigen” Umgang mit Mobiltelefonen.

Die öffentliche Meinung des WBF wird jedoch als stark verharmlosend kritisiert und wiederlegt. So publizierte die renommierte “American Society for Reproductive Medicine” 2008 eine Untersuchung an 361 Männern im Alter zwischen 31 und 37 Jahren. Die Männer wurden in vier Gruppen nach Häufigkeit ihrer Handytelefonate unterteilt. Im Beobachtungszeitraum von einem Jahr zeichnete sich eine klare Abnahme in der Anzahl, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Lebensdauer von Spermien ab, je öfter Mobiltelefone benutzt wurden, und zwar bei allen Probanden, unabhängig von der ursprünglichen Spermienqualität.

Mittlerweile sind in Deutschland bereits 41 Prozent der Nutzer “besorgt” oder “mäßig besorgt” über mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den Mobilfunk, ergab eine Studie im Auftrag des Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Die Mehrheit fühle sich aber mehr durch das ständige Gebimmel bedroht als durch die Strahlung.

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