O2 fusioniert und kauft zu – Versorgungsauftrag als billige Ausrede zum Bau von Funktürmen in Wohngebieten unglaubwürdig

Telefonica-Chef will expandieren
Telefonica-Chef will expandieren

O2 expandiert und plant den Kauf des deutschen Festnetzanbieters Hansenet

Eine Konsolidierung des deutschen Marktes ist für die Mobilfunkanbieter nötig. Nirgendwo sonst gibt es so viele Wettbewerber. In einigen Regionen können Kunden zwischen zehn Anbietern wählen. Das hat nun mit einem Versorgungsauftrag, der als KO-Argument alle Kritiker gegen Funktürme in Wohngbieten ausschalten soll, nichts mehr zu tun, höchstens wenn man ihn auf die Füllung von Kommunalkassen bezieht. Der Versorgungsauftrag bezieht sich lediglich auf die Mobilfunktelefonie und ist seit 2005 erfüllt und abgeschlossen. Der Versorgungsauftrag bezieht sich nicht auf die Durchleitung der jeweils neuesten Technolgie wie UMTS und deren Weiterentwicklungen. Hierzu gibt es bereits entsprechende richterliche Urteile, die diesen Umstand bestätigen. Interessant wäre es doch, die fehlkonstruierte Kausalität ministeriell bestätigen zu lassen.  

Durch den Kauf des Hanseatischen Festnetzanbieters Hansenet hätte O2 sofortigen Zugriff auf 2,3 Millionen Kunden, denen sie ihr Produkt O2 mobil flat schmackhaft machen kann. Neben dem Ausbau des Festnetzgeschäftes erweitert O2 damit auch sein Mobilfunkgeschäft, das allerdings eine Aufrüstung von Kapazitäten bedarf, um mit den Festnetzanbietern in Sachen Datenübertragung mithalten zu können.

Die Folge des Überangebots an Mobilfunkbetreibern sind immense Kundenwerbungskosten bei stetig sinkenden Preisen. Gleichzeitig sind aber Investitionen in Milliardenhöhe nötig, um schnellere Netze zu bauen. Die sind erforderlich, damit die Telekomanbieter mit den Kabelkonzernen mithalten können. Deren Internetanschlüsse sind heute schon schneller als die der Telekomunternehmen.

Angedacht durch das Drängen von Investoren ist auch ein Joint-Venture von O2 und E-Plus.

Den ganzen Artikel lesen Sie im Handelsblatt
Telekomfirmen ordnen den Markt (bei Handelsblatt.com am 19.10.2009 veröffentlicht)

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