Gericht bestätigt Krebsgefahr durch Handys

Laut Chip Online hat ein Gericht in Italien offiziell bestätigt, dass Handys und DECT-Telefone Krebs verursachen. Zwar bleibe das Krebsrisiko durch Mobiltelefone weiter unklar, jedoch zwinge dieses Urteil die deutschen Gerichte zum Umdenken.

Ein italienischer Angestellter hatte gegen seinen Arbeitgeber geklagt, „da sich bei ihm aufgrund täglicher, stundenlanger Telefonate mit DECT-Telefonen und Handys ein Gehirntumor gebildet hatte“. Industriefinanzierte Gutachten des Arbeitgebers wurden als nicht glaubwürdig ausgeschlossen.

Aufgrund des Urteils erhält der Kläger nun 80 Prozent seiner vorherigen Bezüge als Invalidenrente.

Chip Online hebt hervor, dass in bisherigen Studien kein erhöhtes Krebsrisiko durch Handy nachgewiesen werden konnte. Jedoch weist Chip Online auch darauf hin, dass das Risiko insbesondere bei einer jüngeren Zielgruppe noch nicht genügend untersucht ist und rät daher zur Prävention. Zum Beispiel durch die Wahl eines Handys mit niedrigen SAR-Wert und das Führen von Telefonaten über das Festnetz.

Darüber hinaus wird angemerkt, dass dieser Fall ein Präzedenzfall ist, „der erstmals die Strahlung von DECT-Telefonen beziehungsweise Handys unmittelbar für Krebs verantwortlich macht“. Das habe Einfluss auf die Urteilsfindung deutscher Gerichte, die solche Fälle aufgrund fehlender Beweise bisher eingestellt haben.

Foto: Thorben Wengert/pixelio.de

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Rainer Zajonz ist seit über 20 Jahren im E-Commerce unterwegs. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft und diversen Zusatzqualifikationen wie zum Beispiel Marketing-Controlling ist er hauptsächlich Unternehmerisch tätig. Auf Gegenwelle.de berichtet er über aktuelles Zeitgeschehen, ohne auf sein kritisches Credo verzichten zu wollen.

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