Erneut umstrittener Bau eines O2 Mobilfunkmastes

Mit immer besseren Angeboten, günstigen Tarifen und neuen Handys werben die Mobilfunkanbieter – darunter auch O2 – um die Gunst der Kunden. Da die Verbindungspreise in den letzten Jahren deutlich gesunken sind und es zahlreiche Finanzierungsangebote für teure Smartphones gibt, könnte man annehmen, dass die Beliebtheit der Unternehmen stetig wächst. Doch oftmals sind es nicht nur Mängel im Service, die Kunden unzufrieden stimmen. Zum Beispiel macht sich der Mobilfunknetzbetreiber Telefónica O2 Germany erneut unbeliebt. Dieses Mal bei Bürgern aus Dromersheim.

In Dromersheim plant O2 eine Sendeanlage auf dem Flutlichtmast des Sportvereins TSV Dromersheim, der sich in der Nähe eines Kindergartens befindet (weniger als 100 Meter Luftlinie). Der Bau soll in drei Monaten abgeschlossen sein, wie die Allgemeine Zeitung berichtet. Seitens des Unternehmens werden bezüglich des Bauvorhabens die gewohnten Argumente zur Korrektheit und Unbedenklichkeit angebracht. So würde für die geplante Sendeanlage „alle erforderlichen Genehmigungen“ vorliegen und im Umfeld der Mobilfunksendeanlage würden keine gesundheitlichen Schäden drohen.

Dennoch wächst Unmut in der Bevölkerung. Aus gutem Grund. Besorgte Eltern werfen in einem offenen Brief an Verein und Stadtratsfraktionen eine Reihe von Fragen auf.

Die Fragen beziehen sich sowohl auf die Unterschreitung der Bannmeile von 200 Metern zwischen Mobilfunk und Bebauung, als auch auf das Vorgehen bei der Vergabe des Baurechts.

Insbesondere wird der TSV Dromersheim kritisiert, da der Vereinsvorstand die Verhandlungen mit O2 offenbar „im Alleingang“ geführt habe und keine Mitgliederbefragung durchgeführt habe.

Folglich versuchen die Anwohner mit Hilfe einer Unterschriftenaktion das Bauvorhaben zu stoppen, obwohl die Aussage des Pressesprechers Rudolph ihnen nicht viel Hoffnung lässt, denn die Arbeiten würden „in Kürze begonnen“. Ein Bau, dessen Begründung für die Genehmigung unter anderem wie folgt ausgefallen ist: „die Verwaltungsgerichte hätten die 200-Meter-Regelung andernorts schon gekippt“.

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Rainer Zajonz ist seit über 20 Jahren im E-Commerce unterwegs. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft und diversen Zusatzqualifikationen wie zum Beispiel Marketing-Controlling ist er hauptsächlich Unternehmerisch tätig. Auf Gegenwelle.de berichtet er über aktuelles Zeitgeschehen, ohne auf sein kritisches Credo verzichten zu wollen.

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