Emails und Briefe an unsere Politiker

Bürgermeister Heinz Paus
Bürgermeister Heinz Paus

Wer kann, schreibt bitte Emails und Briefe direkt an unseren Volksvertreter in Paderborn, um unser Entsetzen und unsere Wut über diesen Funkmast im Wohngebiet zum Ausdruck zu bringen. Die öffentliche Emailadresse des Bürgermeisters von Paderborn, Herrn Heinz Paus, lautet: h.paus@paderborn.de. Schildert ausführlich und eindringlich eure Situation, sagt klar eure Meinung und stellt selbstbewusst eure Forderung!

5 Kommentare

  1. Brief an Herrn Bürgermeister Paus, gesendet am 29.09.2009 per e-mail

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister Paus,

    Sie haben zwar noch auf kein Schreiben der betroffenen Bürgern reagiert, ich gebe die Hoffnung aber nicht auf.

    Ich weiß, dass Sie der Einzige sind, der den Bau des Funkturms in der Husarenstr. 84 noch verhindern kann.
    Aus meiner Sicht besteht sogar eine Verpflichtung hierzu. Abgesehen davon, dass Sie die Informationspflicht der Bürger hinsichtlich des Baus verletzt haben, haben Sie eine Fürsorgepflicht gegenüber Ihren Bürgern. Ich dachte die Stadt “Paderborn überzeugt” mit ihrer “Familienfreundlichkeit”. Im Umkreis dieses geplanten Funkturms wohnen ca. 100 Kinder, die sich in der Entwicklung befinden und somit sehr anfällig für elektromagnetische Felder etc. sind.

    Ich möchte nicht verantwortlich für nur einen Leukämiefall sein und werde deshalb weiter gegen diesen Turm kämpfen.
    Ich gehe davon aus, dass, wenn ein Kind in unserem Wohngebiet an Leukämie erkranken sollte, Sie sich als verantwortungsvoller Mensch ein Leben lang Vorwürfe machen werden, warum Sie den Funkturm nicht verhindert haben. So weit muss es nicht kommen.

    Ich habe heute früh “Kirche auf WDR2” gehört. Passend zu unserer Thematik zitierte der katholische Pastor: “Kehret um, und Ihr werdet leben”.
    Als Mitglied einer christlichen Partei sollten Sie daher die Einstellung haben, dass Rückschritt auch ein Fortschritt sein kann.

    Ich hoffe also, dass Sie den Funkturm noch stoppen werden. Wir werden nicht neben einem Funkturm leben und uns in diesem Fall von unserem Haus, notfalls mit hohem Verlust, trennen.

    Ich bin mir aber sicher, dass es nicht soweit kommen wird. Sie haben ja auch bei der MVA reagiert. Und es kann ja keinen Unterschied machen, ob 40.000 Menschen oder nur 1 Mensch betroffen ist.

    In der Hoffnung auf eine Antwort und in noch viel größerer Hoffnung auf ein Handeln Ihrerseits, verbleibe ich

    mit freundlichen Grüßen

    Norbert Rott

  2. Brief an den Bürgermeister der Stadt Paderborn,
    gesendet per e-mail am 29.09.2009

    Sehr geehrter Hr. Paus,

    Funkmasten rufen immer wieder Konflikte zwischen Bürgern,
    Stadtverwaltung und den Betreibern hervor. Obwohl die geltenden
    Grenzwerte in der Regel eingehalten werden, fürchten viele Anwohner
    eine gesundheitliche Schädigung, da die langfristigen Folgen der
    Strahlung n o c h nicht ausreichend bekannt sind.

    Für die verschiedenen Anwendungsbereiche hochfrequenter Strahlung
    ergibt sich daraus eine Vielzahl von Grenzwerten.

    Die geltenden Grenzwerte sind frequenzabhängig. Für die verschiedenen
    Mobilfunknetze ergeben sich deshalb unterschiedliche Grenzwerte.
    Für das D-Netz (um 900 MHz) ergibt sich ein Grenzwert von 41 V/m für
    die elektrische Feldstärke und von 0,11 A/m für die magnetische
    Feldstärke. Dies entspricht einer Leistungsflussdichte von 4,5 W/m².
    Für das E-Netz (um 1800 MHz) betragen die entsprechenden Werte 58 V/m,
    0,16 A/m und 9,2 W/m². Für das UMTS-Netz (um 2 GHz) gelten folgende
    Werte: 61 V/m, 0,16 A/m und 10 W/m².

    Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass es der
    deutsche Staat derzeit noch um ein Vielfaches der Strahlungsobergrenze
    zulässt, als in vielen anderen EU-Länder, die die Grenzwerte für eine
    maximale Strahlenbelastung stark herabgesetzt haben, im Fall der
    GSM-Netze von 41 V/m auf 3 V/m (in etwa Rundfunk-Niveau).

    Es liegt uns fern Sie mit technischen Details zu ermüden, aber das
    Verständnis für diese komplizierte Technologie erfordert ein hohes Maß
    an physikalischen und technischen Vorkenntnissen. Dieser Mangel an
    Informationen erschwert i.d.R. auch die Vermittlung von sinnvollen und
    notwendigen Vorsorgemaßnahmen in der Öffentlichkeit und führt zum Teil
    zu deren Ablehnung. Wie in unserem Fall im Bauordnungsamt der Stadt
    Paderborn, wo es keine Abteilung gibt die sich um die kontrollierte
    Aufstellung und deren Überwachung kümmert. Das ist ein echter Mangel.

    Weiterhin interessant ist auch das Verhalten der Versicherer:
    Firmen, die sich mit Mobilfunk (Hersteller) beschäftigen, erhalten
    seit einigen Jahren keine Deckung mehr. Viele Versicherer haben sich
    mit ihrem Bestreben, die Risiken elektromagnetischer Strahlung auszuschließen,
    seit einigen Jahren schon durchgesetzt. Die Allianz-Versicherung
    versichert schon länger keine Handy-Hersteller mehr gegen
    Elektrosmog-Risiken. Bei Mobilfunk-Betreibern gibt es eine
    “Fall-zu-Fall-Betrachtung”.

    Die gesundheitlichen Folgen der Strahlung von Handys und Sendeanlagen
    ist seit Jahren umstritten. Einen wissenschaftlichen Beleg für
    Gesundheitsgefahren gibt es bis heute allerdings nicht.

    Grund für die Vorsicht der Versicherer sind aber ihre Erfahrungen mit
    Asbest. Das Mineral, das jahrzehntelang zum Schutz gegen Feuer
    eingesetzt wurde, galt lange Zeit als ungefährlich. Als dann bewiesen
    wurde, dass die Fasern Krebs erzeugen können, mussten die Versicherer
    vor allem in den USA Milliardenzahlungen leisten, weil Produzenten und
    Verarbeiter von Asbest bei ihnen versichert waren.

    Wir fragen uns warum unsere Verteter der Stadt Paderborn nicht
    Vorsichtiger bei der Befürwortung solcher Baugenehmigungen sind und
    diese ohne echte Prüfung und Anhörung der Anrainer durchwinken?

    Wir ertappen uns bei diesen Tatsachen, wie wir unsere
    Lebensversicherungspolicen im Kleingedruckten nachlesen.

    Hier auch nochmals der Hinweis des Bundesamtes für Strahlenschutz:
    “Deshalb wird vom BfS empfohlen, die Grenzwerte durch geeignete
    Vorsorgemaßnahmen zu ergänzen. Ziel dieser Vorsorgemaßnahmen ist
    sicherzustellen, dass:
    – Bürgerinnen und Bürger möglichst geringen Intensitäten der HF-Felder
    ausgesetzt sind,
    – umfassende, objektive und sachliche Informationen für Bürgerinnen
    und Bürger verfügbar sind,
    – wissenschaftliche Unsicherheiten durch gezielte und koordinierte
    Forschung geklärt werden.“

    Am schlimmsten trifft es die Kinder; wehrlos werden Sie ohne zu
    verstehen was dort passiert einer erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt.

    Rechtlich haben Verbraucher h e u t e relativ schlechte Möglichkeiten,
    wenn aber die Beweislast sich in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten
    umkehren sollte und ein Zusammenhang zwischen Krebs und Elektrosmog
    hergestellt wird, dann rollen Schadensersatzklagen auf die Betreiber,
    Verpächter und denen die dieses wissentlich in diesem Fall
    unkontrolliert zugelassen haben -nicht zuletzt auch der Stadt Paderborn- zu.

    Die Indizien in den bis dato vorliegenden unabhängigen Studien verdichten sich.

    Wir protestieren gegen die kurzsichtig getroffene Entscheidung der
    Stadt Paderborn den Aufbau eines Funksendemasts in einem reinen
    Wohngebiet zu zulassen und nicht einen alternativen Standort in
    Erwägung gezogen zu haben.

    Wir bezweifeln ernsthaft die Notwendigkeit dieses Bauvorhabens, da in
    diesem Wohngebiet wie auch für ganz Paderborn-Schloß Neuhaus ein sehr
    guter Mobilfunkempfang bereits heute besteht. Für uns ist dies eine
    eindeutige Überversorgung auf Kosten unserer Gesundheit. Wir wollen
    dieses hier nicht.

    Sollte diese Anlage gegen den Willen der Bürger aufgebaut werden,
    verlangen wir bereits heute von der Stadt Paderborn und deren
    Umweltamt eine regelmäßige Messung der Anlage und das auch bereits vor
    dem Aufstellen der Anlage (Baubeginn soll 05.10.2009sein), um ein Bild
    vorher-nachher und eine Kontrolle der zusätzliche Strahlenbelastung zu erhalten.

    Uns interessiert bereits heute Ihre Meinung zu diesem Fall und
    nicht erst wenn das Bauwerk vollendet und Kosten entstanden sind.

    Wir appellieren nochmals an Sie machen Sie von Ihrem Recht gebrauch
    hier einzugreifen und alle an den runden Tisch holen um gemeinsam nach
    einer ein verträglichen Lösung zu suchen!

    Herzliche Grüße,
    eine sachkundige Bürgerin

    Dipl.-Ing. Antonia Llabrés
    http://www.gegenwelle.de

  3. Brief an den Bürgermeister der Stadt Paderborn,
    gesendet per e-mail am 26.09.2009

    Sehr geehrter Hr. Paus,

    wir heißen Manuel Priego und Antonia Llabrés, beide 39 Jahre alt,
    spanische Staatsbürger und seit über 35 Jahren Bürger der Stadt
    Paderborn. Meine Frau ist heute noch Stolz darauf im
    Andreas-Krankenhaus in Schloß Neuhaus geboren worden zu sein. Wir
    haben beide nach Abschluss unseres Maschinenbaustudium beschlossen
    hier in dem schönen Paderborn unsere Wurzeln ausschlagen zu lassen.

    Neben einem breiten Spektrum das Paderborn an Hilfen und
    Unterstützung, aber auch Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und
    Bildung für Familien anbietet ist der wichtigste Grund in unserem
    damaligen Entscheiden hier zubleiben, der dörfliche Charakter gewesen,
    den der Ortsteil Mastbruch mit seiner Nähe zur Stadt Paderborn
    aufweist.

    Die Nähe zur Natur mit den Drei-Seen hat unsere Entscheidung leicht
    gemacht im Jahr 2006 hier ein Grundstück am Kuhlenkampshof zu erwerben
    und ein Jahr später bebauen zu lassen.

    Wir sind beide aktiv am Gemeindeleben beteiligt, ob es das kirchliche
    Engagement meiner Frau, deren Mitwirkung in dem Elternrat des
    katholischen Kindergarten oder Schulvereinen ist oder mein dazutun im
    Fußballverein des DJK Mastbruch, wo ich den fußballerischen Nachwuchs
    dieser Region mit fördere und trainiere.

    Mit einem Schrecken haben wir in den vergangenen Wochen die Nachricht
    aufgenommen, dass der Betreiber O2-Genion mitten in unserem Wohngebiet
    einen Funksendemasten errichten will und dessen Baugenehmigung durch
    gewunken worden ist.

    Eine Stellungnahme des zuständigen Bauordnungsamtes liegt uns vor, in
    der uns mitgeteilt wird, dass “die Erstellung nicht Gegenstand
    städtebaulicher Betrachtung ist”. Wir möchten hier auch die
    Gelegenheit nutzen um darauf hinzuweisen, dass es fortschrittlichere
    Städte gibt und sich der Verantwortung bewusst sind die Planung und
    weiteren Errichtung solcher Sendemastanlagen zu steuern.

    Sie können sich sicherlich Vorstellen, welchen Unmut diese Nachricht
    unter den direkten Bewohnern und zukünftigen Bauherren bereits
    ausgelöst hat.

    Auch wenn alles rechtlich i.O. ist und der Betreiber alle heute
    geltenden Normen einhält, so schwingt eine gewisse Angst dennoch mit,
    wenn direkt neben einem ein Funk-Sendemast in einer Höhe von über 30m
    aufgebaut werden soll; drei Mal so hoch wie die max. zulässige Höhe
    unserer Häuser.

    Solche von außen erkennbare technische Anlagen insbesondere
    Funkantennen und dazugehörige Masten sind konträr zum öffentlichen und
    privaten Interesse eines einheitlichen optischen Erscheinungsbildes.

    Auch wissen wir um den technischen Fortschritt und die steigenden
    Interessen der Anbieter einen flächendeckenden Full-Service vom Handy
    über Internet bis hin zum Fernsehprogramm alles aus einer Hand
    anbieten zu wollen.

    Wir wollen uns dem Fortschritt nicht entgegenstellen, aber hier kann
    eindeutig von einer Überversorgung gesprochen werden; es ist ja nicht
    der Fall gegeben, dass uns ein Mobilbetreiber nicht erreicht bzw. wir
    keinen Anschluss ans Internet oder dem Empfang von Rundfunk und
    Fernsehsender vermissen.

    Zur Sachlage: Funktürme und Sendemasten sind ortsfeste Sendeanlagen im
    Sinne der 26. Verordnung zur Durchführung des
    Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV). Der Betreiber, in
    unserem Fall O2-Genion, ist dafür verantwortlich, dass die darin
    festgelegten Grenzwerte eingehalten werden. Er hat für alle Anlagen
    mit einer Leistung von mindestens 10 Watt (in Bezug auf eine
    angenommene homogene Abstrahlung in alle Richtungen) eine
    Standortbescheinigung bei der Bundesnetzagentur zu beantragen.

    Das Verfahren zur Erteilung einer Standortbescheinigung ist in der
    “Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung
    elektromagnetischer Felder (BEMFV)” vom 20. August 2002 (BGBl. I, S.
    3366) festgelegt.

    Wir gehen davon aus, dass diese natürlich seine Richtigkeit haben
    wird.

    Weiterhin weist die Bundesnetzagentur für jeden Standort einer
    Sendefunkanlage einen individuellen Sicherheitsabstand aus. Bei der
    Bestimmung des Sicherheitsabstandes werden von der Bundesnetzagentur
    sowohl neu geplante Anlagen (sofern sie bekannt sind) als auch bereits
    vorhandene sowie in der Umgebung befindliche Funksendeanlagen
    berücksichtigt.

    Hier in Mastbruch gibt es in der näheren Umgebung
    bereits 3 solcher Anlagen. Wie wir bereits erwähnt haben erreichen uns
    alle Anbieter.

    Allgemein liegt der Sicherheitsabstand bei reinen Mobilfunksendern (in
    Abstrahlrichtung der Antenne) in der Größenordnung von wenigen Metern.
    Wir gehen hier von ca. 10-30 Metern aus, die der Mobilfunkbetreiber
    direkt beeinflussen kann und vor einem unbefugten Eindringen, etwa
    spielender Kinder und Jugendlicher, durch Errichtung eines hohen
    Schutzzaunes o.ä. aktiv schützen muss.

    Die derzeit geltenden gesetzlichen Grenzwerte schließen auch die
    UMTS-Anlagen mit ein. Ihre Einhaltung ist von den Mobilfunkbetreibern
    nachzuweisen. Wir denken das dieses der Betreiber der Anlage
    nachweisen können wird, weil die Schutzgrenzen nach unserer
    persönlichen Meinung in Deutschland viel zu hoch sind, was allerdings
    ein anderes Thema wäre.

    Neben den Fragen des Strahlenschutzes ist bei der Errichtung von
    Sendeanlagen auch das Baurecht zu beachten und für die direkte
    Bevölkerung auch die gesundheitlichen Aspekte.

    Das Baurecht hat der zukünftige Betreiber wohl im Nachgang beachtet
    und unser Planungsamt, da es sich in unserer Stadt nicht in der
    Funktion einer steuernden Instanz sieht, dieses ohne weitere
    Information an die betroffenen Bürger und Beachtung des Neubaugebietes
    in dem vorhandene oder auch zukünftige Sendemastanlagen aufgenommen
    werden müsste, durch gewunken.

    Hier sehen wir einen Fehler vorliegen, da wir in dieser sensiblen
    Angelegenheit nicht angehört worden sind.

    Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand sind
    gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die hochfrequente Strahlung
    des Mobilfunks nicht zu befürchten, wenn die Grenzwerte eingehalten
    werden.

    Als ein technisch versierter Haushalt wissen leider und wir
    betonen ‘leider’ nur allzu gut Bescheid um den Umstand von
    Hochfrequenzstrahlungen und die damit verbundenen Folgen insbesondere
    für Kinder, Jugendliche und Heranwachsende, so dass wir uns ernsthafte
    Sorgen machen.

    Aufgrund der derzeit noch nicht abschließend zu klärenden Fragen zum
    möglichen Langzeitrisiko und eines eventuell erhöhten Risiko für
    Kinder und Jugendliche (siehe auch biologische und gesundheitliche
    Wirkungen) hält das Bundesamt-für-Strahlenschutz (kurz: BfS) aber
    Vorsorgemaßnahmen für unabweisbar!

    Eine der Vorsorgemaßnahmen ist nach BfS die Minimierung der
    Strahlenbelastung der Bevölkerung. Diese Forderung gilt für alle
    Anwendungen elektromagnetischer Felder.

    Hier sehen wir Sie als Vertreter der Bevölkerung in der Verantwortung
    die Strahlenexposition der betroffenen Bevölkerung, speziell der
    Kinder und Heranwachsenden zu überwachen und zu steuern.

    Ein wichtiges Kriterium bei der Standortwahl einer Sendemastanlage
    muss die Exposition von Kindern und Jugendlichen berücksichtigen, die
    sich noch in der Entwicklung befinden und in vielen Fällen gegenüber
    Umwelteinflüssen empfindlicher reagieren als Erwachsene.

    Wir haben in unserem Neubaugebiet, typischer Weise sehr viele kleine
    Kinder und mit Abstand den schönsten Spielplatz in der Nähe, der sehr
    gerne von allen ortsnahen und auch entfernt wohnenden Kindern und
    Jugendlichen angenommen wird. Bei der Überprüfung des Bauantrages ist
    hier in keinster Weise Rücksicht drauf genommen worden und auch sind
    die Bevölkerung und Bauwilligen Ihrerseits nicht informiert worden,
    obwohl der Umstand der Errichtung eines Sendemastes längstens bekannt
    gewesen ist.

    Nicht zuletzt müssen wir auch über die Entwertung unserer Grundstücke
    und Häuser sprechen müssen, wenn dieser Mast in unserem Wohngebiet
    gebaut wird; denn die Grundstücke sind ohne Anzeige dieses Umstandes
    von der Stadt veräussert worden.

    Die Ironie liegt heute darin begründet, dass selbst der Verpächter
    (Hr. Paul Kuhlenkamp) sehr gerne lieber heute als morgen aus seinem
    Vertrag aussteigen würde, es aber nicht kann; nur dem Pächter
    (O2-Genion) ist ein einseitiges Kündigungsrecht eingeräumt worden.

    Wir bitten Sie deshalb sich für Ihre Bürger in diesem Stadtteil und
    deren Willen einzusetzen und mit dem Betreiber O2-Genion in Kontakt zu
    treten und Ihm einen alternativen Standort, z.B. weiter in Richtung
    Athlone-Kaserne oder Wasserschutzgebiet anzubieten, der die
    gesundheitlichen Aspekte der “kleinen Bürger” berücksichtigt. Niemand
    möchte diesen Funkturm im Wohngebiet!

    Von Ihnen bald zu hören würde
    uns sehr freuen, herzliche Grüße,

    Familie Priego & Llabrés
    Kuhlenkampshof 35
    33104 Paderborn

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