Einen Teilerfolg gegenüber dem Bau eines Mobilfunkmastes des Unternehmens Telefónica O2 Germany konnte die Bürgerinitiative Mobilfunk aus Kirchberg erreichen. Der vorgesehene Bau eines weiteren Mobilfunkmastes in der Nähe einer Sporthalle konnte verhindert werden.

Das Mobilfunkunternehmen wollte auf einem Scheunendach „direkt neben dem schon reich bestückten Sendemast bei einer Sporthalle“ einen weiteren Sendemast aufstellen lassen. Der Grund für diese weitere unnötige Belastung war die Kündigung von Weiterleitungsverträgen anderer Anbieter, die einen eigenen Mast notwendig gemacht haben.

Gegen dieses Vorhaben wurden 400 Unterschriften gesammelt, „woraufhin die Verwaltung das Gutachten in Auftrag gab“.

Das Gutachten beinhaltet die Feststellung, dass der schon bestehende Sendemast bei der Sporthalle schon für hohe Immissionswerte sorge und dieser Standort für die Errichtung eines weiteren Mastes somit nicht in Frage käme.

Doch ganz konnte der Bau eines Sendemastes im Ort nicht abgewendet werden. Aber in dem Gutachten wird ausdrücklich vorgeschlagen, in einem Gewerbegebiet einen 45 Meter hohen Sender zu bauen, da mit dieser Bauhöhe eine geringere Strahlenbelastung für die Bewohner einhergeht. Bezüglich der Bauhöhe muss der Gutachter leider feststellen, „dass die Mobilfunkbetreiber aus Kostengründen lediglich 22 Meter hohe Masten bauen und dafür dann einen günstigen Standort brauchen.“ Wie zum Beispiel in der Nähe einer Sporthalle.

Das Argument „aus Kostengründen“ überzeugt bei einem Unternehmen mit 3,7 Mrd. Euro Umsatz nicht, ebenso wenig das Argument eine Datenübertragung für schnelles Internet über Mobilfunk gewährleisten zu wollen, obwohl es deutlich bessere Alternativen gibt.

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