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Vorstellung der Ergebnisse

PRESSEMITTEILUNG
Das Mastbruch-Projekt als Pilotstudie zur Erfassung der Strahlenbelastung und ihrer gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung nach Inbetriebnahme einer Basisstation.

Zwischenbericht

Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Bevölkerung in Deutschland trotz der stetigen Zunahme der Basisstationen wegen der Strahlenbelastung keinen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt ist, da die geltenden Grenzwerte nicht überschritten werden.

Allerdings hat die Internationale Krebsagentur (IARC) der WHO kürzlich die Mobilfunkstrahlung auf der Grundlage vor allem epidemiologischer Studien als möglicherweise karzinogen eingestuft. Dies lässt den Schluss zu, dass die Einhaltung der Grenzwerte zumindest die Nutzer von Mobiltelefonen nicht zwangsläufig vor gesundheitlichen Schäden schützt.

Das Mastbruch-Projekt, benannt nach einem Vorort von Paderborn, wurde 2010 begonnen (http://www.stiftung-pandora.eu/projekte /mastbruch-projekt/index.html). Es handelt sich um eine Pilotstudie, mit der geprüft werden soll, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um in einer Hauptstudie mögliche gesundheitliche Risiken der Bevölkerung nach Inbetriebnahme neu errichteter Basisstationen mit einiger Zuverlässigkeit zu erfassen. Inzwischen wurden die Personen, die sich zur Teilnahme an der Studie bereit erklärt hatten, zweimal untersucht, das erste Mal im März 2010 und das zweite Mal im März 2011. Bei der Auswertung der Daten wurden folgende Ergebnisse erhalten:

A) Zunahme der Strahlenbelastung

Vor der Aktivierung des Mastes (2010) lagen die Mittelwerte in den Wohnungen bei 51,5 µW/m2. Die Höchstwerte stiegen im gleichen Zeitraum von 577,6 µW/m2 auf 1046,3 µW/m2. In Räumen, in denen WLAN- und/oder DECT-Anlagen aktiv waren, erreichte die Immission die gleiche Größenordnung wie durch den neuen Mast. Nach Aktivierung der UMTS-Anlage, die bis jetzt nicht erfolgt ist, wird die Exposition im Umfeld des Mastes sicherlich weiter ansteigen.

B) Ergebnis der Fragebogenaktion

Die Auswertung der Fragebögen, die von 96 Personen, die an den beiden Untersuchungen teilnahmen, abgegeben wurden, ergab, dass sich das Befinden der Betroffenen nach Inbetriebnahme der Basisstation signifikant verschlechtert hatte. Dieser Trend war bei den Frauen besonders auffällig. Auffällig ist dabei, dass dies vor allem solche Symptome betraf, wie sie in einer Reihe von Studien mit der von Basisstationen ausgehenden Strahlenbelastung in Verbindung gebracht werden.

C) Ergebnis des FRAS-Testes

Mit dem Free Radikal Analytical System (FRAS) können im menschlichen Organismus vorhandene freie Radikale und die antioxydative Kapazität zum Schutz vor freien Radikalen bestimmt werden. In der Pilotstudie beschränkten wir uns auf das Messen der Konzentration freier Radikale, deren Erhöhung nach allgemeiner Auffassung für das Aufreten von Stresssituationen spricht. Das Ergebnis der Auswertung der Messdaten von 70 Personen, die an den beiden Untersuchungen teilnahmen, zeigte als Folge der erhöhten Strahlenexposition weder bei Frauen noch bei Männern eine signifikante Veränderung der Konzentration freier Radikale .

Wie bei einer Piotstudie zu erwarten, erlauben die bisherigen Ergebnisse keine Aussage über die Folgen des Anstiegs der Strahlenbelastung durch die neue Basisstation. Die Zunahme der Strahlungsintensität ist bisher allerdings gering, was auch darauf zurückzuführen ist, dass das UMTS-System entgegegen der ursprüngichen Ankündigung des Mobilfunkbetreibers noch nicht aktiviert ist. In Erwartung der bevorstehenden Zuschaltung des UMTS-Systems ist vorgesehen, die Pilotstudie mit einer weiteren Untersuchung im März 2012 abzuschließen. Der bisherige Verlauf der Pilotstudie zeigt, dass die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für eine komplexe Hauptstudie geschaffen werden können.

Zusammensetzung der Arbeitsgruppe:

Prof. Dr. med. Franz Adlkofer, Stiftung Pandora, Koordinator

Dr. Neitzke und Dr, Voigt, ecolog-Institut, Hannover,

Prof. Dr. med. Mosgöller, Medizinische Universität Wien,

Prof. Dr, med, Michael Kundi, Medizinische Universität Wien

Dr. med. Horst Schöll, Radiologe in Paderborn

Für die Organisation der Pilotstudie vor Ort war die Bürgerinitiative „Gegenwelle“ zuständig, ohne deren Einsatz das Projekt nicht möglich gewesen wäre.

Um das Pilotprojekt fortzusetzen und nach einem weiteren Jahr zu einem befriedigendem Abschluss zu bringen, was wir zu tun beabsichtigen, bedarf es zusätzlicher Forschungsmittel. Spenden, die unter dem Titel „Mastbruch-Projekt“ bei der Stiftung Pandora (Konto 426169900, BLZ 10070000) eingehen, werden zu 100 Prozent, d. h. ohne jeden Abzug für dieses Forschungsvorhaben aufgewandt. Spendenbescheinigungen werden für Beträge von mehr als 100,00 Euro versandt. Spenden unterhalb dieses Betrages können ohne Bescheinigung beim Finanzamt geltend gemacht werden.

Prof. Dr. med. Franz Adlkofer

Stiftung Pandora

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Bisher 1 Kommentar

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