In der Baden-Württembergischen Gemeinde Neulingen wird ein Mobilfunkmast errichtet. Somit wird in einem weiteren Fall der Wert von Wohnhäusern und Grundstücken gemindert, und es steht die Frage im Raum, welchen Einfluss Mobilfunkstrahlen auf die Gesundheit des Menschen haben.

Aus diesem Grund rät die „Initiative für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Mobilfunk“ (IVUM) den Bürgern zu Bluttests beim „Arzt ihres Vertrauens“. Doch Experten kritisieren diese Ad-hoc-Blutentnahme.

Ziel der Initiative ist es, mit Hilfe der Bluttest den Gesundheitszustand verlässlich zu dokumentieren. Dabei sollen die Parameter Billirubin, Erythrozyten und Retikulozyten im Blut festgehalten werden.

Jedoch steht diese einmalige Blutabnahme in der Kritik. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Enzkreises in Baden-Württemberg betonen, dass diese Parameter nicht aussagekräftig sind, was die Auswirkungen möglicher Strahlung von Mobilfunkmasten auf den menschlichen Körper anbelangt.

Des Weiteren rät das Robert Koch Institut von solchen privaten Tests ab, da der Zusammenhang zu möglicher Strahlung noch ungenügend untersucht sei und solche Messungen aus diesem Grund in die Irre führen.

Zum Vergleich umfasst das langfristig angelegte Mastbruch-Projekt folgende Untersuchungsschwerpunkte – stets von Experten und Wissenschaftlern begleitet:

  • Messung und Dokumentation der Exposition der Bevölkerung im Untersuchungsgebiet vor und nach Inbetriebnahme der Basisstation durch das ECOLOG-Institut Hannover
  • Erfassung von subjektiven Beschwerden mittels eines Fragebogens
  • Erfassung biologischer Parameter

Foto: tommyS/pixelio.de

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