Pressemitteilung

10 Jahre nach dem Freiburger Appell: Internationaler Ärzteappell 2012

„Mobilfunk gefährdet Gesundheit. Ärzte fordern überfällige Vorsorgemaßnahmen!“
Seit der Freiburger Ärzteappell nachdrücklich vor den gesundheitlichen Risiken des Mobilfunks gewarnt hat, haben sich die Hinweise auf schwerwiegende biologische Wirkungen des Mobilfunks und zahlreicher weiterer Funk-Techniken vervielfacht. Die technisch erzeugten elektromagnetischen Felder überlagern den biophysikalischen Haushalt alles Lebens in wachsender Vielfalt und Dichte. Nach dem Stand internationaler Erkenntnis sind die sich daraus ergebenden Störungen und Schädigungen bei Menschen, Tieren und Pflanzen nicht mehr zu übersehen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), aber auch internationale Autoritäten wie die BioInitiative Working Group, die Europäische Umweltagentur und der Europarat haben deshalb mit aller Deutlichkeit festgestellt, dass sie die gegenwärtig betriebene Funk-Politik nicht für zukunftsfähig halten.

10 Jahre nach dem Freiburger Appell wendet sich der Internationale Ärzteappell 2012 mit Nachdruck dagegen, dass solche Warnungen von den Verantwortlichen überhört werden. In ihrer eigenen Praxis beobachten die Ärzte immer häufiger gesundheitliche Störungen, deren Zusammenfallen mit der Installation von dauerstrahlenden Schnurlostelefonen und W-LAN-Routern, mit ausgiebiger Handynutzung oder der Wirkung naher Antennen auf kausale Zusammenhänge schließen lässt. Die Erkenntnisse zahlreicher wissenschaftlicher Studien erhärten und begründen die Annahme solcher Zusammenhänge. Ärzte und Forscher warnen insbesondere vor den Folgen für die Generation der Kinder und die wachsende Gruppe elektrohypersensibler Menschen. Doch das Zusammenwirken von staatlicher Macht, industrieller Kapitalmacht und industrienahen ‚Experten’ hat elementare demokratische Schutzrechte der Betroffenen faktisch außer Kraft gesetzt.

Der Appell präzisiert die Forderungen, die sich aus dem Stand internationaler Erkenntnis ergeben. Sie betreffen in mehreren Punkten den allgemeinen Schutz der Bevölkerung, in anderen den besonderen Schutz der Kinder und der Elektrohypersensiblen. Sie verlangen Kommunikationstechniken, die gesundheits- und umweltverträglich bleiben. Aber sie fordern nicht zuletzt auch Regierungen, die weniger einseitig informiert und beraten sind, dafür mehr für eine industrieunabhängige Forschung und Aufklärung tun. Bekannte Ärzte und Wissenschaftler aus aller Welt bestätigen als Erstunterzeichner des Appells mit ihrer Unterschrift, dass sie entsprechende Maßnahmen der Vorsorge für überfällig halten. Der Text des Appells, die Liste der Erstunterzeichner sowie ergänzende Informationen sind einzusehen auf der Internetseite: www.freiburger-appell-2012.info

Für das Redaktionsteam

Dr. med. Wolf Bergmann – Barbara Dohmen (Umweltärztin) – Dr. med. Markus Kern -

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